Kurioses, Missgeschicke und Nachdenkliches

Heisse Verfolgung bis ins Feuerwehrhaus

07.11.2005 – 0:04 Uhr: Alarm – Brandeinsatz
Ein alarmierter Feuerwehrkamerad überholte aus Oferdingen kommend an der Kreuzung Richtung Reicheneck ein wendendes Polizeiauto. Als er das Polizeiauto passiert hatte, beschleunigte er, und die Polizisten nahmen die Verfolgung auf. Die Laufschrift “Stop Polizei” auf dem Einsatzfahrzeug ignorierte er mit dem Gedanken “die fahren ja sowieso auch zum Einsatz”. Ca. 100 m vor dem Feuerwehrhaus verstärkten die Polizisten die Aufforderung zum Anhalten mit dem Einschalten des Blaulichtes. Erst im Anblick des ersten Einsatzfahrzeugs der Abteilung Mittelstadt wurde ihnen bewusst, dass sie einen Feuerwehrmann auf der Fahrt zum Feuerwehrhaus verfolgt hatten. Grinsend wendeten sie mal wieder ihr Einsatzfahrzeug und zogen von dannen.

Dumm gelaufen

Kurz vor Weihnachten 2000 wurden einige Feuerwehrleute telefonisch um 13 Uhr alarmiert. Im Eifer des Gefechtes wurde ein Feuerwehrmann auf dem Hof vergessen und er konnte das Feuerwehrauto nur von hinten betrachten.

Dienstverweigerung

Beim Großbrand am 30. Juni 2000 bei der Firma Unomat in Reutlingen sollten die Feuerwehrkameraden unserer Abteilung mit einem Mannschaftstransportwagen zur Einsatzstelle gefahren werden. Dies war aber nicht ohne weiteres möglich, da sich die Schiebetür verklemmt hatte. Die Tür konnte erst mit viel Mühe und verschiedenen Einbruchsversuchen nach 20 Minuten geöffnet werden.

Wer sein Fahrzeug liebt, der schiebt!

Am 26. Mai 1999 um 13.39 Uhr wurde die kleine Meldegruppe zu einem PKW-Brand auf der Verbindungstraße nach Oferdingen gerufen. Schnell fanden sich vier Feuerwehrkameraden im Feuerwehrhaus ein. Zwei der Kameraden rüsteten sich schon im Fahrzeug mit dem Atemschutz aus, als der Maschinist mit Schrecken feststellte, dass er das Fahrzeug nicht starten konnte. So musste der Angriffstrupp in voller Ausrüstung mit Hilfe des Gruppenführers das TLF anschieben. Nachdem der PKW-Brand gelöscht war, wurde die Batterie des TLF überprüft und es wurden keine Mängel festgestellt.
Als die Abteilung am nächsten Tag zu einem Küchenbrand in die Wildbader Straße gerufen wurde, stand die Besatzung des TLF’s wieder vor dem gleichen Problem, sie mussten schon wieder schieben.

Ein Fahrzeug in Not

Nachdem am 26. Dezember 1999 auch der Orkan “Lothar” über dem Stadtgebiet getobt hatte, wurde unser erstes Fahrzeug, ein Ersatz-TLF aus Reutlingen, zur Unterstützung der Feuerwehrleute in Reutlingen zu einer Einsatzstelle im Hohbuch gerufen. Mit Blaulicht und Martinshorn fuhr der Maschinist mit dem TLF durch Reutlingen, bis es, zum Erschrecken der ganzen Mannschaft, auf einer großen Kreuzung seinen weiteren Dienst verweigerte und stehen blieb. Nach einiger Zeit wurde das Fahrzeug aus der Kreuzung gezogen und in den Fuhrpark abgeschleppt. Erst nach einigen Stunden konnten die Feuerwehrkameraden aus dem Fuhrpark abgeholt werden.

Wo brennt es???

Am 13. Mai 1998 um die Mittagszeit wurde die kleine Meldegruppe zu einem Telefonhausbrand in der Riedericher Straße bei der Firma Wagner gerufen. Als das Fahrzeug die vermeintliche Brandstelle anfahren wollte, fiel der Pförtner aus allen Wolken, da sich auf dem Gelände der Firma Wagner kein Telefonhäuschen befände. Auf der Rückfahrt ins Gerätehaus wurde der eigentliche Einsatzort gefunden. Es brannten die Telefonbücher in der Telefonzelle neben der Bushaltestelle in der Riedericher Straße.

Das Boot war schneller

Nach einer Bootsübung am Neckar am 11. November 1997 wurden wir zu einem vermeintlichen Brandeinsatz in die Hammetweiler Straße gerufen. Das LF und das TLF mit Bootsanhänger fuhren zur Einsatzstelle. So kam es, dass sich bei der Einsatzfahrt die Bebänderung des Bootes löste und beim Bremsen vor der Einsatzstelle das Boot das TLF überholte. Nun hatten wir auf einmal zwei Probleme: die Hauseigentümerin wollte uns nicht ins Haus lassen; auf der Straße lag ein Boot, das so bei einem Brandeinsatz auf festem Boden nichts zu suchen hat! Unsere ersten Gedanken waren: “Schnell das Boot aufladen, bevor die Reutlinger kommen”.

Kleiner Brand, großer Blechschaden

Am 1. Februar 1992 wurde die Abteilung um 18.04 Uhr zu einem Scheunenbrand im Gewand Buchbach gerufen. Auf der Einsatzfahrt nach Mittelstadt bekam ein Polizeifahrzeug auf der K 6715 die Fliehkraft in einer Rechtskurve zu spüren und landete auf dem linken Außenspiegel im Acker. Ein Feuerwehrkamerad sah das verunglückte Fahrzeug, wollte Erste Hilfe leisten und parkte sein Fahrzeug am Straßenrand. Kurze Zeit später raste auch der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Reutlingen zum Einsatzort, übersah das parkende Auto und rammte es. Alle am Unfall beteiligten Personen trugen keine Verletzungen davon. Sie konnten allerdings auch nicht verhindern, dass die Scheune bis auf die Grundmauern niederbrannte.

Eine Eule in Not

Am 9. Juli 1990 hatte sich eine Eule in einer Angelschnur verfangen und hing in einem Baum über dem Neckar. Die Eule konnte mit Hilfe des Bootes von ihrer misslichen Lage befreit werden. Auszug aus dem Einsatzbericht:” Einer Befragung nach dem Wohlbefinden hat sie sich durch Flucht entzogen!”

Alarmierung und keiner kommt!

Bei einem Einsatz im Jahr 1981 konnte die Feuerwehr nicht alarmiert werden, da sämtliche Sirenen im Ortseil ausfielen. Die Feuerwehrkameraden mussten mit dem Martinshorn aus dem TSF alarmiert werden.

Wer bezahlt die Rechnung?

Nach dem Großbrand in der Mühle am 21. September 1950, bei dem wir auch von der Metzinger Wehr unterstützt wurden, waren die Metzinger Kameraden, um ihren Durst zu löschen, in den Gasthof Stern eingekehrt. Als der Durst gelöscht war, waren 120l Bier verbraucht und eine Rechnung stand offen. Keiner wollte diesen Bierkonsum bezahlen.

Bilderalbum

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