Einsätze | 1961 - 1970

14. April 1963

Waldbrand am alten Turnplatz
In einem schnellen Einsatz gelang es der Wehr zusammen mit willigen Helfern den Brand in der Jungkultur bald zum Erliegen zu bringen.

13. Mai 1963

Wolkenbruchartiger Regen
Die Baugrube unterhalb des Rathauses wurde überschwemmt (Baumaßnahme Kanalisierung Wieslenbach). Die Wehr musste als erstes die Wassermassen umleiten und die vollgelaufenen Kellerräume auspumpen. Später wurde die zugeschwemmte Öffnung des Kanalisationsrohres erweitert und das Wasser konnte abfliesen.

2. Juni 1964

Brand in der Gärtnerei Schnitzer
Gegen 18:50 Uhr brannte der Dachstuhl des Wohnhauses der Gärtnerei Schnitzer in der Schillerstraße (heute: Silvanerstr.). Durch rasches Eingreifen der Feuerwehr konnte großer Schaden abgewendet werden. Es waren die TS8 sowie mehrere Strahlrohre im Einsatz. Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr Metzingen gerufen, die aber nicht mehr einzugreifen brauchte.

Aus dem II. Protokoll-Buch der Freiwilligen Feuerwehr in Mittelstadt
18:50 Uhr Alarm Feuer bei O. Schnitzer Schillerstr
Schnell hatte sich der grösste Teil unserer Wehr am Magazin oder der Brandstelle eingefunden.
Die TS8 wurde am Hydranten bei Gipser Schmid zur Wasserentnahme eingesetzt. Vom Verteiler aus wurde das 1. Rohr gegen ein Übergreifen auf das Nachbarhaus eingesetzt. Das zweite Rohr hat mit einem Innenangriff auf den Dachboden durch das Treppenhaus vorgetragen und dort zu der direkten Brandbekämpfung eingesetzt.
Weitere Rohre waren im Einsatz, eines über die Leiter zur Abschlöschung des Feuers im Dachstock und auf das zum Teil offene Dach.
Die Druckverhältnisse erwiesen sich erst gut, als der Hochdruck geöffnet war, darauf war das Feuer bald aus.
Als die Metzinger Nachbar und Überlandhilfe eintraf konnten sie nur noch das gelöschte betrachten u. ohne Einsatz wieder abrücken.
Mangelnd war das Verhalten unserer Mitbürger, denn sie verparkten uns mit ihren Autos sämtliche Anfahrtswege.
Am Schluss haben wir das Wasser helfen aus der Wohnung geschafft, das Dach mit Planen bedeckt…

14. Juli 1964

Personenrettung beim Sportplatz
Drei junge Männer mussten aus einem Brunnenschacht (5-6 Meter Tiefe) am Sportplatz gerettet werden. Zwei verstarben jedoch später auf dem Weg zum Krankenhaus, ein Mann wurde von der Feuerwehr direkt in die Leichenhalle in Mittelstadt gebracht.

9. April 1965

Brand in der Hindenburgstraße
Morgens um 7:40 Uhr wurde der Brand in der Scheune des Lebensmittelgeschäftes von H. Schlotterbeck in der Hindenburgstraße (heute: Mönchstraße) von einer Passantin entdeckt und die Feuerwehrleute wurden mit Sirenen zum Einsatz gerufen. Der Dachstockbrand war durch das energische Eingreifen der Mittelstädter Wehr vor dem Eintreffen der Metzinger Wehr rasch Kontrolle. Das TLF aus Metzingen unterstütze uns mit einem Rohr bei den Nachlöscharbeiten. Die Abteilung hatte die TS8 und 5 Rohre im Einsatz.

11. Juni 1965

Kaminbrand in der Hauptstr.
Ohne Alarmierung; Kommandant wurde beauftragt sich die Rauchentwicklung in der Küche in der Hauptstr. (heute: Neckartenzlinger Str.) in Augenschein zu nehmen. Der Holzbalken in der Nähe eines Kamins hatte sich entzündet und konnte schnell mit einem Trockenlöscher und einem C-Rohr geschlöscht werden.

23. September 1965

Zimmerbrand im Gasthaus zum Hirsch
Ein nicht ausgeschaltetes elektrisches Bügeleisen verursachte ein Brand im Wohnzimmer im Gasthaus Hirsch in der Hauptstr. (heute Neckartenzlinger Str.). Das Feuer wurde zum Großteil schon von den Nachbarn gelöscht.

Aus dem II. Protokoll-Buch der Freiwilligen Feuerwehr in Mittelstadt
Kleinfeuer im Hirsch
3:40 Uhr Nachts hatte die hiesige Sirene die Nachtruhe gestört und als sich die Feuerwehr am Magazin einfand hiesse es im Hirsch brennt es und zu sehen war nichts. Doch wurde unsere Spritze in Einsatz gebracht, dass Feuer im Zimmer war durch Nachbarsleute bereits gelöscht und Kommandant Haug gab noch die nötigen Anweisungen. Mit diesem Einsatz war einer Alarmübung genüge geleistet.

Gerd Wurster 1965 (damals junger Feuerwehrkamerad) zum Brand im Hirsch:
Einsatzablauf:
– Alarmierung der Wehr morgens um 4:00 Uhr über Sirene
– Das TSF mit Kommandant, Maschinist und Gruppenführer rückten am Rathaus ab zur Einsatzstelle
Die restlichen Feuerwehrmänner laufen und sprangen, keuchend und schwitzend mit den beiden Hydrantenkarren und der zweirädrigen Leiter
hinterher zu der Einsatzstelle. Dort angekommen, hätte man zuerst eine
Pause und Verpflegung gebraucht.

20. November 1965

Wolkenbruchartige Niederschläge
Einige Männer der ersten Gruppe mussten bei der Fa. Wagner Wassermassen mit Pumpen entfernt werden. Parallel wurden bei einem Neubau die noch nicht fertiggestellte Kanalisation entwässert werden.

12. Januar 1966

Küchenbrand im Gemeindehaus (Schulhaus) im Lodenberg
Entzündete Gummistiefel auf einer elektrischen Herdplatte stehend entwickelten einen pechschwarzen Rauch. Durch herausnehmen der Sicherung und kurzem Einsatz des Trockenlöschers konnte die Situation unter Kontrolle gebracht werden.
Die TS8 wurde in Bereitstellung gebracht, doch bei grimmiger Kälte sind die Schlauchleitungen eingefroren.

12. Januar 1967

Küchenbrand
Durch eine elektrische Heizplatte entstandener Küchenbrand bei einem Feuerwehrkameraden konnte ohne Einsatz von Wasser gelöscht werden.

25. November 1968

Brand bei Firma Elmer und Zweifel
Am Abend hatte sich ein Brand auf dem Dach der Firma Elmer und Zweifel in der Neckartenzlinger Str. (heute: B297) entwickelt. Die Wasserversorgung wurde mit einer Saugleitung zum LF8 vorgenommen. Viel Wasser wurde nicht gebraucht, da es ein Kleinbrand war.

Aus dem II. Protokoll-Buch der Freiwilligen Feuerwehr in Mittelstadt
Feueralarm um 20:20 Uhr
Bei der Fa. Elmer und Zweifel hat sich im Dach ein Brand entwickelt, sodass die Feuerwehr alarmiert wurde. Die Feuerwehrkameraden waren schnell zur Stelle und los gings. Das LF8 blieb auf der Neckarbrücke stehen und die Saugleitung wurde von oben in den Neckar gelassen. Allerdings diesmal Flußabwärts. Dank einer Übung die man ebenfalls dort machten war es leicht Wasser zu bekommen. Die TS8 war ebenfalls zur Stelle, wurde aber nicht mehr eingesetzt weil es sich herausstellte, dass nur ein kleiner Brandherd vorhanden war. Der Aufbau klappte gut. Jedoch viel Wasser wurde nicht benötigt, da wie schon gesagt nur ein kleines Feuer vorhanden war. Wenn nicht so schnell Abhilfe getroffen wurde, hättte es ohne Zweifel schlimmer ausgehen können. Einige Kameraden blieben freiwillig bei der LF8 als Brandwache.

30. August 1969

Brand bei Firma Beck
Die Entlüftungsanlage auf dem Fabrikdach in der Hoffstatt (heute: Riedericher Str.) brannte morgens um 8:45 Uhr und musste von den Wehrmännern mit Schaum gelöscht werden. Durch die schnelle Alarmierung der Feuerwehr durch die Beschäftigten konnte schlimmeres verhindert werden.

29. März 1970

Küchenbrand im Gasthof “Adler“
Durch Sirenenalarm wurden wir am Ostersonntag um 13:30 Uhr zum Magazin gerufen. Ein brennender Ölofen im Gasthof “Adler” im Lodenberg entwickelte eine starke Rauchentwicklung und wurde bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit einem Pulverlöscher von Anwohnern gelöscht.

7. Juli 1970

Brand bei Firma Wagner
Durch Schleif- und Schweißarbeiten entstand ein Brand in der Isolierung einer Fertigbausystemwand bei der Firma Wagner in der Hoffstatt (heute Riedericher Str.). Die Flammen in der Isolierung konnten schnell trotz großer Rauchentwicklung abgelöscht werden.

Bilderalbum

Coming soon …

Quellen

Stadtarchiv Reutlingen
Stadtarchiv Reutlingen | Württ. Gebäudebrandversicherung
mittelstadt.info
Archiv der Freiw. Feuerwehr Mittelstadt
Archiv der Freiw. Feuerwehr Mittelstadt | II. Protokoll-Buch
Archiv der Freiw. Feuerwehr Mittelstadt | Chronik der Freiw. Feuerwehr Mittelstadt 1877 – 1977